Interview Leiter Barrenriege, Ivan Neyer

In unserer Inverview-Sommerserie berichtet heute Ivan Neyer, Leiter Barrenriege von seinen Vereinseindrücken. Mathias Gubser hat im Rahmen einer Schularbeit verschiedene Interviews durchgefürt.

Wie bist du auf das Turnen gekommen?

Für mich war schon als kleiner Bub klar, dass ich einmal ins Getu zu gehen möchte. Ein Grund dafür war sicherlich, dass mein grösserer Bruder bereits dabei war und ich durch ihn schon mitbekommen habe, dass das Turnen an den Geräten Spass macht und man viele neue Bewegungen lernen kann.

Wie lange turnst du schon?

Seit 26 Jahren.

1991 bin ich in die Jugi eingetreten, ich war damals in der 2. Klasse. Seit 1999 bin ich Aktivmitglied in der Boden- und Barrenriege.

Wie bist du darauf gekommen die Barrenriege zu leiten?

Unser früherer Leiter (Markus Gubser) war in der Barrenriege ein sehr gutes Vorbild, und ich war motiviert, selber einmal in seine Fusstapfen zu treten und ebenfalls ein guter Leiter zu sein.

Wie lange leitest du schon die Barrenriege?

Total seit 5 Jahren (mit Unterbrüchen)

Saison 2004, 2007, 2015-heute

Von wo nimmst du die Motivation das Programm zu schreiben?

Die Teilnahme an Sektionswettkämpfen und das Messen mit anderen Vereinen gibt mir Motivation, ein möglichst ansprechendes Programm zu schreiben.

Wie kommst du auf die Ideen für das Programm?

Hauptsächlich wird man durch das Zuschauen von Sektionsprogrammen anderer Vereine immer wieder zu neuen Ideen inspiriert. Zudem kommen durch das Erlernen neuer Elemente laufend neue Ideen dazu.

Was würdest du machen, wenn du nicht im Turnverein wärst?

Dann wäre ich vermutlich ein Sportkletterer.

Was ist dein Ziel mit dem Turnverein in diesem Jahr?

In dieser Saison werde ich mich turnerisch etwas schonen, um meine Fussverletzung von der letzten Saison ganz auszukurieren. Das letztjährige Programm soll noch optimiert werden. Neue Elemente sollen das Programm noch attraktiver werden lassen. Die Note 9 an den Sektionswettkämpfen ist ein realistisches Ziel.

Was war dein grösster Erfolg mit dem Turnverein?

Natürlich alle Podestplätze und die vielen schönen Feste, die ich zusammen mit der Barren- und Bodenriege in meiner bisherigen Turnkarriere feiern durfte.

Was gefällt dir am Turnverein und was nicht?

Am meisten gefällt mir am Turnverein die Kameradschaft und der gute Zusammenhalt innerhalb der Riegen. Was mir weniger gut gefällt sind die Nachwuchsprobleme, mit welchen heute viele Vereine zu kämpfen haben. Da das Sportangebot in den letzten 20 Jahren massiv zugenommen hat und viele junge Leute den Biss nicht mehr haben, sich mit Herzblut voll und ganz einem Verein zu widmen.

Was bedeutet dir dieser Sport?

Sehr viel, sonst wäre ich nicht schon so lange dabei;-). Das Geräteturnen bietet meiner Meinung nach eine ideale Grundlage, um auch in anderen Sportarten gut zu sein. Körperspannung, Kraft, Schnelligkeit und Orientierungsfähigkeit werden immer wieder trainiert und können auf viele andere Sportarten übertragen werden.

Turnkünste auf dem Walensee

Bereits eine ganze Weile ist es her, seit die Idee entstand, unseren vereinseigenen Airtrack auf den Walensee zu entführen und in ein riesiges, schwimmbares Turn-Schlauchboot zu verwandeln. Aus einem in gemütlicher Runde entstandenen und anfangs nur halb ernst gemeintem Spruch wurde nun endlich Nägel mit Köpfen gemacht.

Petrus versprach auf Sonntag nach dem Glarner Kantonalturnfest brillantes Wetter und so packte man die Gelegenheit beim Schopf. Obwohl der TV Sargans die Ehre erhalten hätte, aufgrund guter Leistungen am Samstag beim Glarner Turncup am Sonntag noch einmal aufzutreten, verzichtete man darauf und trat beizeiten die Heimreise an. Der Verein war sowieso nicht mehr komplett, was der Vorführung einiges abgetan hätte, und zudem war die Alternative des Wasser-Aitracks einfach zu verlockend.
Um 11.00 Uhr kam der TV Sargans etwas müde vom Feiern aber voller Tatendrang am Walensee an. Einen speziellen Dank gilt hierbei Kurts besserer Hälfte, Martina Grünenfelder, die uns den Airtrack nach Walenstadt transportierte. So konnte unter staunenden Augen der Badegäste das doch vielen fremde Gerät am Ufer aufgeblasen werden. Die rund 17 Meter lange Luftmatratze wurde dann mit gemeinsamen Kräften ins Wasser transportiert und am Motorboot unseres ehemaligen Präsidenten befestigt. Und los ging das Abenteuer!

Das Turnen auf dem Wasser gestaltete sich jedoch sehr schwierig. Die Spickfähigkeit des Airtracks ging auf dem Wasser völlig verloren und auch der nasse und rutschige Untergrund machte das Vorhaben nicht gerade einfacher. Es war sogar schwierig, bei so vielen Leuten einfach nur stehend das Gleichgewicht zu halten. So reichte es lediglich für kleinere Kunststücke wie etwa einem Salto vom Rand ins Wasser. Der Spass kam deswegen aber keinesfalls zu kurz und es entstanden vielerlei andere kreative Ideen. Eine Flasche Shampoo verwandelte die Oberfläche des Airtracks zuletzt in eine regelrechte Rutschbahn.

Neben dem Herumtoben liessen sich ein paar wirkungsvolle statische Elemente darstellen, die auf Fotoaufnahmen gut zur Geltung kommen. Marco Allenspach begleitete uns mit seiner Drohne auf den See und hielt das Spektakel in Filmen und Fotos fest. So entstanden faszinierende und einmalige Luftaufnahmen, die auf unserer Homepage (www.tvsargans.ch) zu bestaunen sind.

Wieder am Seeufer angekommen, wurde mit festem Boden unter den Füssen und folglich besserer Federwirkung des Airtracks in gemütlicher Atmosphäre weitergeturnt. Gross war die Neugier unter den Seebesuchern. Man wurde gefragt, was das für ein Gerät sei und ob man es selber einmal testen dürfe. Vor allem bei Kindern sorgte das Gerät für strahlende Augen. Angangs zaghaft einen Fuss darauf gesetzt, wollten sie gar nicht mehr aufhören, genau wie die Turnerinnen und Turner des TV Sargans.
Was für ein Wochende! Ein erfolgreicher Wettkampf in Glarus und ein einmaliges Turnerlebnis bei schönstem Wetter auf dem Walensee. Was will man da noch mehr! Das Wochenende geht definitiv als Highlight in die Vereinsgeschichte ein.

TV Sargans turnt an der Töss

Am vergangenen Wochenende startete der TV Sargans am Zürcher Kantonalturnfest in Rikon. Morgenstund hat bekanntlich Gold im Mund und so versammelte man sich bereits um 05.55 Uhr am Bahnhof, um per Zug ins schöne Tösstal zu reisen.

Ganz so goldig schien dieses frühe Aufstehen nach einem anstrengenden Freitagstraining dann aber doch nicht zu sein. Nach der zweistündigen Zugfahrt war die Müdigkeit den Turnerinnen und Turnern noch deutlich ins Gesicht geschrieben und selbst das Einturnen wurde relativ schläfrig in Angriff genommen.

Das Adrenalin und die Spannung vor der Aufführung wirkten dann zum Glück aber doch etwas aufputschend und so konnte die Bodenriege den Wettkampf erfolgreich eröffnen. Ohne grosse Patzer zeigte sie einen souveränen Durchgang, der sich sehen lassen durfte. Verbesserungspotenzial ist aber vor allem im Bereich Synchronität durchaus vorhanden. Das Programm wurde mit der Note 9.04 belohnt.

Die Bärreler, die mehrheitlich auch im Boden mitturnen, waren nun definitiv wach und riefen ebenfalls eine gute Vorführung ab. Ähnlich wie im Boden gab es auch hier keine grossen Fehler und so durfte man die Note 9.10 entgegennehmen.

Mit den beiden Darbietungen konnte leider nicht ganz an die starken Leistungen des vorangehenden Wettkampfes im Glarnerland angeknüpft werden, man darf sich aber trotzdem zufrieden zeigen. „Eine Note über 09.00 ist immer schön und stets unser Ziel“, meinten die Leiter der beiden Riegen.

Das zwölfköpfige Aerobicteam zeigte ebenfalls ein attraktives Programm mit viel Ausstrahlung und ertanzte sich so eine 8.43. Die Fitnessriege hatte ein wenig Pech im ersten Spiel, konnte dies aber mit dem zweiten etwas auffangen. Sie erzielte im Fachtest Allround eine 8.26.

Die Resultate des TV Sargans führten zu einer Klassierung im ersten Drittel in der 4. Stärkeklasse. Unter insgesamt 79 Vereinen erreichte man den 26. Schlussrang.

Ab dem Mittag gehörte der Wettkampf bereits der Vergangenheit an und der gesellige Teil wurde eingeläutet, denn das riesige und gemütlich gestaltete Festgelände und das schöne Wetter luden richtig zum Verweilen ein. Mit einer Teilnehmerzahl von weit über 10‘000 zählte das Turnfest zu den grössten des schweizerischen Breitensports. Der TV Sargans war stolzer Teil davon und blickt auf ein Töss-tastisches Wochenende zurück, wie der Slogan der Veranstaltung so schön besagte.

Erfolgreiches Wochenende im schönen Glarnerland

Wenn Turner reisen, dann lacht der Himmel. Bei schönstem Wetter startete der TV Sargans am vergangenen Samstag mit drei Disziplinen in der 4. Stärkeklasse am Glarner Kantonalturnfest. Der Wettkampf konnte im Boden erfolgreich eröffnet werden. Die mit den Sarganser Hummingbird-Cheerleadern einstudierte Dreifach-Pyramide funktionierte tadellos und auch sonst lieferten die 15 Turnerinnen und Turner eine recht synchrone und schöne Performance ab. Diese wurde mit der Note 9.13 belohnt.

Im Barren konnte diese Leistung sogar noch getoppt werden. Mit dem attraktiven Programm begleitet von Boss Hoss Musik erturnten sich die rockigen Männer unter strahlend blauem Himmel eine ebenso strahlende 9.30.

Die Fitnessriege nahm in Glarus den ersten Wettkampf der Saison in Angriff und erzielte im Fachtest Allround eine 8.30.

Mit diesen Leistungen gelang es dem TV Sargans, sich unter 41 Vereinen in der 4. Stärkeklasse gar auf dem zweitobersten Podestplatz zu platzieren. Die Freude war gross, denn damit wurden die eigenen Erwartungen mehr als erfüllt.

Der erfolgreiche Tag wurde nach dem Turnen natürlich im Festzelt gebührend gefeiert. Nun freut man sich auf das kommende Turnfest im Tösstal und hofft, diese Darbietungen erneut auf demselben Niveau zum Besten geben zu können.

 

Interview mit Leiter Bodenriege, Oliver Schelling

Im Rahmen einer Schularbeit hat unser Mitglied Matthias Gubser ein paar Interviews durchgeführt, die wir unseren Webseite Besuchern nicht vorenthalten möchten.

Heute das erste Interview und zwar mit Oliver Schelling, Leiter Bodenriege:

Wie bist du auf das Turnen gekommen?

  • Als ich einmal in der ersten Klassen mit meinem älteren Bruder mit ins Training durfte, war für mich klar, dass ich ihm nachziehen will. Im Geräteturnen fühlte ich mich von Anfang an stets wohl und konnte durch die Trainings einige neue Kollegen kennenlernen.

Wie lange turnst du schon?

  • Als ich in der ersten Klasse mit dem Turnen begann, war ich 5 Jahre alt. Mittlerweile bin ich bald 25 Jahre alt.

Jetzt kannst du es selbst ausrechnenJ

In der Bodenriege hatte ich meinen ersten Auftritt im Jahr 2006 an der Beachparty auf der Seebühne in Walenstadt. Die erste Wettkampfsaison mit der Bodenriege bestritt ich 2007. Das heisst, dieses Jahr feiere ich mein 10-jähriges Jubiläum resp. meine 11. Saison.

Wie bist du darauf gekommen die Bodenriege zu leiten?

Ich wurde von Petra Schneider, der ehemaligen Bodenleiterin gefragt, ob ich sie unterstützen will. Zuvor war neben Petra auch noch Stefan Fäh in der Bodenleitung. Er verliess jedoch berufsbedingt Sargans und durfte in Wetzikon kurze Zeit darauf ein neues Amt als Barrenhauptleiter in Angriff nehmen. Durch meine Unterstützung konnte ich Petra ein wenig entlasten und sie konnte ebenfalls wieder vermehrt turnen statt nur leiten und befehlen J

Wie lange leitest du schon die Bodenriege?

  • Im Jahr 2013 habe ich begonnen Petra zu unterstützen. Mittlerweile auch schon wieder 4 Jahre.

Von wo nimmst du die Motivation um das Programm zu schreiben?

  • Immer wieder etwas Neues auszuprobieren reizt mich sehr. Dazu finde ich es immer wieder motivierend an den Wettkämpfen ein erfolgreiches Resultat zu erzielen. Man wird irgendwie doppelt belohnt, einerseits fürs Schreiben, andererseits fürs Turnen.

Wie kommst du auf die Ideen für das Programm?

  • In die Wintertrainings üben wir immer wieder Neues. Ich merke mir dann verschiedene Übungen / Teile und schreibe sie mir auf. Wir versuchen diese dann so gut wie möglich in das Programm zu implementieren.

Was würdest du machen, wenn du nicht im Turnverein wärst?

  • Ich würde mir ein anderes Hobby suchen, wo ich auch so viel Spass hätte. Vor allem ist mir an meinen Hobbys neben der Bewegung die Abwechslung wichtig. Ich denke es wird einfach eine andere Sportart sein. Vielleicht Unihockey oder soJ

Was sind deine Ziele mit dem Turnverein dieses Jahr?

  • Unfallfreie, erfolgreiche Wettkämpfe mit guten Resultaten sind stets meine obersten Ziele. Dazu kommt auch, dass ich die Freude am Turnen und der Geselligkeit nicht verliere.

Was war dein grösster Erfolg mit dem Turnverein?

  • Schon in der ersten Wettkampfsaison im Jahre 2007 gingen wir bereits an den Leubergcup. Der Sieg mit der Bodenriege kam natürlich überraschend, motivierte mich jedoch enorm. Als war ich der Grund für den Erfolg J

Was gefällt dir am Turnverein und was nicht?

+ Teamsport, Fitness, Turnfester, Turnerunterhaltung, Arbeitseinsätze, Skiweekends, andere Ausflüge, Geselligkeit

– Es ist sehr anstrengend neben dem Studium, vor allem da die Prüfungen immer während der Saison sind. Momentan während der Bachelorarbeit bin ich schon froh leitet mit mir noch Tanja. Die Genugtuung, also die resultierende Zufriedenheit hält mich jedoch daran, stark zu bleiben.

Was bedeutet dir dieser Sport?

  • Da ich seit meiner Kindheit (6) turne, ist es ein grosser Teil meines Lebens. Ich weiss nicht wie es wäre ohne, doch aus Erfahrung nach einem Unfall wo ich ein halbes Jahr aussetzen musste, war mir oft langweilig und ich merkte, dass etwas fehlt. Ich beschreibe den Sport als meine Leidenschaft. J